Haltung und Weg
Ich begleite Menschen seit über zehn Jahren in psychischen Krisen und belastenden Lebensphasen. Dabei verbinde ich fachliche Klarheit mit einer zugewandten, achtsamen Haltung. Mir ist wichtig, dass sich meine Klient:innen gesehen, ernst genommen und sicher fühlen – besonders dann, wenn innere Prozesse verunsichern oder überwältigend wirken.
Ich verstehe psychologische Arbeit als einen gemeinsamen Weg zurück zu Lebendigkeit, Selbstvertrauen und innerer Beweglichkeit. Veränderung braucht Sicherheit, Raum und Zeit – und vor allem eine Beziehung, in der Wachstum möglich wird.
Im gemeinsamen Prozess
In meiner psychologischen Arbeit begegne ich Menschen mit Offenheit, Respekt und Klarheit. Ich verstehe mich nicht als Expertin die Lösungen vorgibt, sondern als fachliche Begleiterin in einem gemeinsamen Prozess. Ich strukturiere, mache Angebote und biete den Rahmen – das Tempo und die Entscheidungen liegen stets bei Ihnen.
Mich interessiert besonders, wie innere Prozesse in Bewegung kommen. Auch dort, wo Sprache an ihre Grenzen stößt. Viele Erfahrungen – insbesondere im Zusammenhang mit Trauma – sind nicht primär kognitiv gespeichert. Deshalb arbeite ich integrativ und beziehe neben dem Gespräch auch Körperempfindungen, Emotionen, innere Bilder und Beziehungserfahrungen mit ein.
Ziel ist es, Erlebtes und dessen Auswirkungen nicht nur zu verstehen, sondern spürbar zu verarbeiten, neu zu ordnen und ihm einen Platz im eigenen Leben zuzuweisen – so dass mehr Sicherheit, Selbstwirksamkeit und innere Freiheit entstehen können.
Persönliche Spuren
Schon früh hat mich die Frage beschäftigt, wie Erfahrungen unser Erleben, Denken und Handeln prägen und wie Veränderungen möglich sind, die wir als stimmig empfinden.
Für mein Psychologiestudium zog es mich nach Salzburg, wo ich bis heute lebe und arbeite. Die Paris-Lodron-Universität beeindruckte mich mit ihrem Glasgebäude und dem weiten Blick auf Wiesen und die Festung.
Viele Jahre später, beim Verkauf des Hauses meiner Großeltern in Kassel, entdeckte ich in einem Raum eine Tapete mit genau diesem Motiv. Eine Landschaft, an der ich unzählige Male vorbeigegangen war, ohne sie bewusst wahrzunehmen.
Diese Erfahrung steht für mich sinnbildlich dafür, wie Prägungen und Spuren oft lange wirken, bevor wir sie bemerken und einordnen können – und genau diesem Unsichtbaren widme ich mich auch in meiner psychologischen Arbeit.
Persönlicher Bezug & Ressourcen
Seit vielen Jahren lebe ich in und um Salzburg. Bewegung und Musik sind für mich essentielle Ressourcen und prägen auch mein Verständnis von Entwicklung: Veränderung braucht Raum, schöpferische Kraft und persönliche Resonanz.
Ich verstehe psychologische Beratung und Behandlung nicht als Reparatur dessen, was „nicht funktioniert“, sondern als bewusstes In-Kontakt-Kommen mit dem, was bereits in uns angelegt ist. Manches gleicht dabei einem Drachenei: etwas Kostbares, Kraftvolles, das Schutz, Geduld und Wärme braucht, um sich entfalten zu können. Nicht alles will aufgebrochen werden – manches will gehalten werden, bis es reif ist.
Diese Haltung begleitet meine Arbeit: ich begegne Menschen ermutigend, aber mit Respekt vor ihrem eigenen Weg der Entwicklung.
Fachliche Ausrichtung
Ich arbeite methodenübergreifend und wissenschaftlich fundiert. Meine Schwerpunkte liegen in der klinischen Psychologie und der Traumatherapie. Ergänzend fließen körper- und achtsamkeitsorientierte Elemente in meine Arbeit ein – unter anderem aus meiner Erfahrung als Yogalehrerin. Ich betrachte den Menschen in seiner Ganzheit: mit Körper, Gefühlen, Denken und Beziehungserfahrungen.
Zu meinen Ausbildungen zählen unter anderem:
- Diplomstudium der Psychologie
- Klinische- und Gesundheitspsychologin
- DBT-Skillstrainerin
- Dialogische Traumatherapie
- EMDR – Basislehrgang
- IRRT & Imaginatives Überschreiben
- Hypnotherapeutische Methoden
- Master im Neurolinguistischen Programmieren (NLP)
- Resilienztrainerin
- Paarcoaching
Berufliche Stationen
In meiner bisherigen Laufbahn war ich in unterschiedlichen psychosozialen Projekten und Einrichtungen tätig und habe Menschen in verschiedenen Lebenssituationen begleitet – von akuten Krisen bis hin zu längerfristigen Prozessen.
Zu meinen beruflichen Stationen zählen:
- Rehaklinik Oberndorf (klinisch-psychologische Tätigkeit im Einzel- und Gruppensetting)
- Pro Mente Salzburg
- VAMOS (traumatherapeutische Begleitung von psychisch erkrankten Menschen ohne Arbeit)
- Social Helpdesk (Projektleitung zur Unterstützung von Menschen in prekären Lebenssituationen)
- Erste Hilfe für die Seele (Seminare zur Prävention und Frühintervention)
- Krisenintervention (telefonische Unterstützung in akuten Krisen)
- ReImpuls & ProActive (Aufbau und Leitung stabilisierender Projekte)
- ReMember (Unterstützung für psychisch erkrankte Menschen auf Arbeitssuche)
- Arbeitstrainingszentrum (Begleitung beim Wiedereinstieg ins Berufsleben)
Ergänzend halte ich regelmäßig Seminare, Vorträge und Trainings zu psychischer Gesundheit, Resilienz und Selbstregulation. Ebenso engagiere im mich in der Öffentlichkeitsarbeit zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.
Presse & Medien
- Moderation der Podiumsdiskussion bei der Veranstaltung Kinoreihe 2026: "Kino für die Seele" von Pro Mente Salzburg:
Ankündigung Pro Mente Salzburg - Beitrag im ORF Salzburg Radio "Mittagszeit" zum Thema Einsamkeit
Zum Betrag auf ORF ON - Monatlicher Podcast für und mit Jugendlichen zum Thema Mental Health
BGL 360 Grad
Die Libelle steht für mich sinnbildlich für Transformation. Sie verbringt einen Großteil ihres Lebens im Dunklen und Verborgenen, bevor sie die Wasseroberfläche durchbricht und majestätisch ihre Flügel entfaltet. Dieser Prozess braucht die richtigen Bedingungen, innere Reifung und Vertrauen.
Auch psychische Entwicklung verläuft oft unsichtbar, leise und schrittweise. Veränderung bedeutet nicht, Vergangenes auszulöschen, sondern es zu integrieren – und daraus neue Beweglichkeit, Kraft und Freiheit zu gewinnen.